MBS Hilfe-CenterGatewaysHandbuch | V-Serie ❭ Konfiguration Datenpunkte

Konfiguration Datenpunkte


 

Konfiguration eines BACnet Datenpunktes

Einrichten eines Trendlogs
Einrichten einer Notification Class
Einrichten von Intrinsischer Berichtserstattung
Einrichten einer Kommandierbarkeit

Der Dialog zur Konfiguration eines BACnet-Datenpunkts lässt sich sowohl über die Erstellung eines neuen Datenpunkts als auch durch die Bearbeitung eines bestehenden Datenpunkts aufrufen.

Die Mindestangabe für einen BACnet Datenpunkt ist der Name. Die Adresse eines BACnet-Datenpunkts erfordert die Angabe des Datenpunktyps, des Datenpunkt-Manager-Typs, der Geräte-ID und die Objekt-ID.

Bei deaktivierter lokaler Adresse muss eine eindeutige Geräte-ID angegeben werden. Danach sind keine weiteren Angaben notwendig, da diese durch das externe Gerät bestimmt werden. Wird die lokale Adresse jedoch aktiviert, erscheinen zusätzliche Konfigurationsfelder abhängig vom gewählten Datenpunkttyp. Damit verbunden, können weiter Mindestangaben gefordert sein wie z. B. Einheit, Ober- und Untergrenzen des aktuellen Wertes.

Einrichten eines Trendlogs

Um einen Trendlog für ein einen Datenpunkt einzurichten, wird der Konfigurationsdialog des zu loggenden Datenpunktes über Bearbeiten aufgerufen. Im oberen Bereich stehen nun 2 Reiter zur Verfügung. Unter dem Reiter Trendlog kann für den ausgewählten Datenpunkt ein neues Trendlog erstellt oder über die Auswahlliste ein bereits vorhandenes bearbeitet werden.

Die Adresse des Trendlogs setzt sich aus den Angaben Datenpunkt Manager Typ, Geräte ID und Objekt ID zusammen. Der Datenpunkt Manager Typ würde für ein Trendlog A oder Y sein. Bei aktivierter lokaler Adresse wird die Devide ID automatisch vergeben. Ist es keine lokale Adresse muss die Device ID eindeutig sein. Die Objekt ID ist mit einer eindeutigen ID zu füllen.

Log Device Object Property: Diese Eigenschaft gibt die Geräte-ID, Objekt-ID und Eigenschafts-ID der Eigenschaft an, deren Trend protokolliert werden soll. ((0,1),85) steht z. B. für eigenes Gerät, Analoger Istwert, Present Value.

Die Buffer Size muss ebenfalls angegeben werden. Ein gängiger Wert wäre 1000.

Bei Logging Type unterscheidet man zwischen 0 = Polling und 1 = COV. Für einen Analogen Datenpunkt wäre ein gängiger Logging Type 0. Für einen Binären Datenpunkt sollte der Logging Type 1 sein. Ist der Logging Type 0 gewählt, ist die Angabe eines Log Intervalls notwendig.

Das Log Interval benötigt eine Angabe in Hundertstel Sekunden. Ein gängiger Wert wäre 90.000 was 900 Sekunden bzw. 15 Minuten entspricht.

Bei deaktivierter lokaler Adresse werden alle Trendlog Konfigurationen von dem externen Gerät festgelegt, deswegen sind dann keine weiteren Konfigurationen hier möglich.

Die Trendlogkonfiguration kann mit “Erstelle Trendlog” oder “Aktualisiere Trendlog” abgeschlossen werden. Damit die Konfiguration wirksam wird, ist ein Neustart des Datenpunktmanagers notwendig.

Einrichten Notification Class

Um eine Notification Class einzurichten, muss der Datenpunkttyp “Notification Class” gewählt sowie der Name und eine Beschreibung eingegeben werden. Das Feld Ack Required kann entweder direkt als Zahlenfolge (1,0,1) eingegegeben werden oder aber es werden die gewünschten Einstellungen in den drei Schiebereglern unter dem Feld Ack Required eingestellt.

Um die Priority festzusetzen sind die drei darunterliegenden Felder (OffNormal, Fault und Normal) auszufüllen. Geeignete Werte wären hier 10, 10, 3.

Des weiteren muss noch mindestens ein Empfänger konfiguriert werden. Dafür oben im Konfigurationsdialog auf Empfängerliste gehen. Je nach dem ob man sich im Experten Modus befindet, wird die direkte manuelle Eingabe für die Empfängerliste “recipient_list” angeboten oder nicht.

Es wird empfohlen die Empfängerliste über die “+” Schaltfläche anzulegen. Bei Aktivierung dieser Schaltfläche öffnet sich ein Dialog in dem angegeben werden kann, für welche Tage, welches Gerät und welche Prozess-ID die Notification wirkt. Hier können die Standardeinstellungen beibehalten werden.

Über die Schaltfläche “Speichern” und danach “Erstelle Datenpunkt” werden die Dialoge geschlossen und die Notification Class wurde erstellt. Sie wird erst wirksam, wenn der Datenpunktmanager neu gestartet wird.

Einrichten von Intrinsischer Berichtserstattung

Bevor für ein Datenpunkt eine intrinsische Berichtserstattung eingerichtet wird, muss, wenn noch nicht vorhanden, eine Notification Class angelegt werden. (Einrichten einer Notfiction Class)

Für eine Intrinsische Berichtserstattung muss im Konfigurationsdialog eines Datenpunktes “Intrinsic Reporting” aktiviert werden. Es stehen nun weitere Eingabefelder dafür zur Verfügung, die aufgeklappt werden können.

Bei einem Binären Eingang besteht die Möglichkeit Alarm Value und Notify Type zu konfigurieren. Alarm Value wird auf Active gesetzt. Der Notify Type wird meist auf Alarm gesetzt. Bei einem Intrinsic Reporting eines Trendlogs wird meist Event gewählt.

Existiert eine Notification Class, so ist diese unter Notification Class vorausgewählt. Die Konfiguration von Event Enable kann nur über die Kontrollhäkchen unterhalb des Feldes konfiguriert werden. Hier bieten sich die Einstellung für OffNormal und Normal an.

Time Delay ist die Verzögerung der Generierung eines Alarms. Die Angabe ist in Sekunden. 5 Sekunden wird häufig genommen um ein Flackern auf dem Quelldatenpunkt zu umgehen. 0 Sekunden bedeutet das alle Benachrichtigungen gesendet werden.

Event Message Texts Config ist nur über die drei darunter liegenden Textfelder OffNormal, Fault und Normal konfigurierbar. Es sind die Texte die in der Event Notification mit gesendet werden. Es können hier auch Platzhalter wie zb. %D “Description des BACnet Objektes”, %N “Name des BACnet Objektes” verwendet werden. Auch Kombinationen von Platzhaltern und Freitext sind möglich. Beispiel: “%D: Rückgang auf Normal”

Einrichten einer Kommandierbarkeit

Für die Kommandierbarkeit eines Datenpunktes eignen sich nur Output oder Value Datenpunkte. Zum Beispiel Binary Output.

Der Wert Relinquish Default ist erforderlich und wird mit “0 -V” konfiguriert um mit einem nicht gültigen Wert zu starten.

Als nächstes muss der Datenpunkt zu einem anderen Datenpunkt verbunden werden. Siehe Erstellen von Datenpunktverbindungen.

Konfiguration eines Weidmüller Datenpunktes

Die Konfiguration eines Weidmüller-Datenpunkts erfordert mindestens die Angabe des Namens sowie der Adresse.

Ist der Datenpunkt-Typ Provider State gewählt, so ist der Datenpunkt-Manager-Typ auf M begrenzt.

Die Wahl des Datenpunkttyps beeinflusst das erwartete Format der Adresse.

Provider State: <provider_name>  state
Variable: <provider_name>.<value>